Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und Verachtung des Volks.
Psalm 22:7 (Luther 1545)

Doktrinen

Die Doktrin hüllt in erster Linie zwei Sachen ein: Lehre und grundlegendes Vertrauen. Aber statt es nur einen tieferen Blick im verschiedenen Punkten der Glaubensbekenntnis zu machen, ist der Zweck dieses Teils eher, die Doktrinen, die in der Heiligen Schrift enthalten sind, zu vertiefen, und ihre Anwendungen zu zeigen. Dieser Teil wird auch an umstrittenen Doktrinen gehen, und prüfen, ob sie dem Test der Heiligen Schrift entsprechen. Dadurch werden die Artikel sich gelegentlich mit dem Glaubensbekenntnis kreuzen. Schließlich ist die Bibel ein Buch, obwohl es von verschiedenen Schreibern über circa 1500 Jahren niedergeschrieben wurde. (Es ist ein Buch, denn es hat einen Autor – der Herr Gott.)

Beim Vertiefen in den verschiedenen Doktrinen werden Sie finden (wenn Sie es nicht schon Wissen), daß jede Passage, die richtig ausgelegt ist, uns schließlich durch die ganze Heilige Schrift führen wird. So ist jede richtige Doktrin an jede andere Doktrin in der Heiligen Schrift gebunden. Bevor wir aber fortsetzen, gibt es zwei Passagen der Heiligen Schrift, die wesentlich sind, um zu verstehen, warum eine Doktrin biblisch richtig ist, und ein andere nicht.

Denn jede Schrift ist von der Inspiration Gottes eingegeben, und ist nützlich zur Doktrin, zum Tadel, zur Korrektur, zur Anweisung in der Gerechtigkeit, daß der Mensch Gottes vollkommen sei, völlig beliefert zu allem guten Werk. (2 Timotheus 3,16-17, geändert)

Wir haben ein festeres Wort der Prophezeiung, und ihr tut wohl, daß ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheinet in einem dunkeln Ort, bis der Tag anbreche, und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. Dieses zuerst zu wissen, daß keine Prophezeiung der Schrift geschieht aus eigener Auslegung; denn es ist noch nie keine Prophezeiung aus menschlichem Willen hervorgebracht; sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet, bewegt von dem Heiligen Geist. (2 Petrus 1,19-21, geändert)

Die zwei oben erwähnten Passagen sind prägnant: Alle Schrift (nicht einige Schrift) ist von Gott gegeben, und keine Doktrin der Heilige Schrift ist auf einem einigen Vers oder Passage der Heiligen Schrift aufgebaut, egal wie scheinbar unbedeutend es ist. Wenn viele diese zwei Ermahnungen nur folgen würden, würde es viele falsche Doktrinen verhüten.

Es gibt noch eine Sache von Bedeutung: es ist unmöglich biblische Doktrinen auf unbiblische Quellen aufzubauen. Wenn die Doktrin allein von der Heiligen Schrift nicht bewiesen sein könnte, ist es nicht eine biblische Doktrin – egal wie gut es sich anhört.

Zum Schluß geht die Heilige Schrift, entweder direkt oder im Prinzip, an jede einzelne Situation, die im Leben eines Menschens je möglicherweise entstehen könnte. Deshalb sind die Themen für doktrinelle Diskussionen fast endlos. Daher sollen wir immer in Studie des Wortes Gottes und aufmerksam auf unsere Doktrin sein.

Hab acht auf dich selbst und auf die Doktrin; bleib dabei: denn damit wirst du dich selbst und die, die dich hören, retten. (I Timotheus 4,16, geändert)

In Christus,

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